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| 15-10-2009 06:40 |
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Damian ![]() Beiträge: 6 Beigetreten am: 08.07.09 Position: Chaos-City Alter: 37 ![]() |
Mein Hertzstück der Woche: Down Below - Wildes Herz Das dritte Album ist wegweisend, so heisst es im Musikbusiness. Während eine unbekannte Band mit dem ersten Album meist noch für eine Überraschung sorgen kann und dann mit dem Nachfolger entweder seinen Anspruch und seine Ambitionen im Musikzirkus festigt oder verliert, ist das dritte Album wegweisend und standortbestimmend. Ein Band sollte ihren Stil gefunden und die musikalische Teenagerzeit hinter sich gelassen haben, sich nun routiniert und gefestigt präsentieren und gleichzeitig das ein oder andere zusätzliche Ausrufungszeichen geben. Greift man diesen Satz bei Down Below aus Sachsen-Anhalt auf, steht also nun, nach "Silent Wings" aus dem Jahr 2004 und dem überaus erfolgreichen Nachfolger "Sinfony 23" von 2007, daß dritte Album in den Startlöchern, bzw. CD-Regalen. "Wildes Herz" ist der anspruchsvolle und überaus interessante Titel des Longplayers. Wir haben für euch ins neue Album hineingehört und uns einen Eindruck verschaffen können, ob Down Belows Herz am rechten Fleck schlägt. Obwohl man nicht mehr auf das Thema Down Below und Stefan Raabs Bundesvision Contest 2008 eingehen möchte, da dieser Teil der Bandgeschichte ja wirklich mehr als ausgeschlachtet worden ist, kommt man doch nicht ganz um dieses Erlebnis herum. Denn genau zu dem Zeitpunkt, als das Quartett dort einen hervorragenden dritten Platz mit ihrem ersten deutschsprachigen Song "Sand in meiner Hand" belegte, erkannte man die enorme Begeisterung der Fans für Down Below mit deutschsprachigen Texten. "Sand in meiner Hand" zog das Publikum völlig in seinen Bann und für Down Below stand somit fest, dieser Begeisterung nachzukommen. "Wildes Herz" ist daher eine Revolution im Down Below Universum, da es komplett auf Deutsch eingesungen wurde und die zwölf Songs im teutonischen Sprachkleid zweifellos anders und aufregend sind. Die Dark Rocker aus dem sachsen-anhaltinischen Dessau-Rosslau, haben ein abwechslungsreiches und verzauberndes Album geschaffen, das einen unverkennbaren Down Below Sound besitzt. Mal mitreissend und gewaltig, im nächsten Moment jedoch wieder ruhig und balladesk, bieten die Musikstücke einen hohen Abwechslungsreichtum. Harte Gitarrenriffs, die harmonisch eingebettet sind in elektronische Klänge und die Stimme von Sänger Neo-Scope, sorgen für einen charakteristischen Sound mit hohem Wiedererkennungswert. Durch die stilistische Bandbreite zwischen Pop und Dark Rock, mit eingängigen, sich schnell festigenden Refrains, sprechen Down Below ein großes Publikum an, das sich auch dem Mainstream-Interesse nicht entziehen wird. Track Eins ist "Euphorie", ein gelungener und temporeicher Opener, mit Chor im Hintergrund und fast schon Chart-Hitgarantie. Zweiter Track ist "Alle deine Wege", für mich der gelungenste Song des Albums und mein Anspieltipp. Track Drei ist "Frei", schöne Kombination aus Gitarren und elektronischen Samples. Song Vier ist "Wildes Herz", das Stück das dem Album seinen Namen verdankt und ein wenig an eine Mischung aus Jimmy Sommerville und A-Ha erinnert. "Die letzten Worte" ist das nächste Stück, textlich sehr interessant und eine Ballade, die sicherlich auf Konzerten mit Feuerzeugen und Wunderkerzen begleitet werden wird... Sechster Song ist "Keine einzige Träne", der wieder etwas das Tempo im Refrain anzieht und schöne elektronische Momente besitzt. "Das Ende" ist Track Sieben, ein Lied das von den Gitarren getragen wird. Lied Acht heisst "Unter Eis", das zwischen langsamen und etwas schnelleren Elementen wechselt. Für mich allerdings das schwächste Stück des Albums. Track Neun ist "Dein Wille", ein Lied, daß auch ein Soundtrack einer neuen Daily Soap sein könnte...ein Schelm, wer Übles dabei denkt. Zehntes Lied ist "Während du schläfst", sehr angenehme Harmonie zwischen Neo-Scope und den Gitarren im Refrain. "Ein Letztes Mal" ist das elfte Stück auf dem Album, im mittleren Tempostil gehalten, vereint Samples und Gitarrenriffs sehr schön. Letztes Track ist "Bei dir", ein langsamer Abschluss von "Wildes Herz", in dem sich, meiner Meinung nach, besonders gut der Stil und die Hand von Henning Verlage (Unheilig Keyboards, Produzent bei Letzte Instanz, uvm.) unverkennbar heraushören lässt. Fazit: "Wildes Herz" ist unverkennbar Down Below. Die abwechslungsreichen Stücke im deutschen Gewand beweisen vor allen Dingen eines: Down Below schafft den Spagat zwischen hitverdächtigen Tracks und einfühlsamen musikalischen Botschaften. Ein Album das den ganzen Tag im CD-Player verbleibt und rauf und runter gehört werden kann, ohne langweilig zu werden. Natürlich könnten Stimmen laut werden, die den Sachsen-Anhaltinern zu starken Mainstreampop und glitschige Seichtigkeit vorwerfen. Aber haben Down Below je behauptet etwas Anderes zu sein? Haben sie den Hörern jemals etwas vorgemacht, was die Band und deren musikalische Stilrichtung angeht? Nein! Man kann Musikern nicht vorwerfen, mit ihrer Musik die breite Masse erreichen zu wollen um Erfolg zu haben und von der Musik leben zu können. Mit "Wildes Herz" ist Down Below ein Album gelungen, das dem Quartett diesen Weg eröffnen kann. Look at me, I'm the living proof that end can mean relief... |
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